In der Einsamkeit der Baumwollfelder

Mit Mona Creutzer
und Jochen Deuticke
Regie: Mona Creutzer
Video-/Bildinstallationen
von Loni Liebermann
Audioproduktion: Manfred Leuchter


WIEDERAUFNAHME im September 2014!
Sa.06. / So.07. / Mi.10. / Do.11./ Fr. 12. September - Beginn: 19.30 Uhr
 
Spielort: KulturRaum-SalvatorBerg (Salvatorberg 1, 52070 Aachen)
Parken: Teufel und Marktfrau
Eintritt: 15,- € / 10,- € ermäßigt/ 6,50 € AachenPass

Im April 2014 jährte sich zum 25. Mal der Todestag von B.-M.Koltès, einem der bedeutendsten französischen Dramatiker des 20. Jahrhunderts. Als Erfinder einer modernen und lebensnahen Mythologie ist er bereits zu einem Klassiker avanciert.
 
Koltès' visionäres Stück, uraufgeführt 1987 in Nanterre, findet eine poetische und zugleich faszinierend klare Sprache für die grundlegenden Verstrickungen des Menschen in die Logik der Ökonomie. Einen wesentlichen Teil seiner Wirkung verdanken Koltès' Stücke den Orten ihrer Handlung, Orten, an denen außergewöhnliche, gefährliche Begegnungen stattfinden.
 
Das Theater K nutzt diese Voraussetzung, um einen neuen Raum in einer solchen Atmosphäre theatralisch zu erschließen. Der Salvatorberg mit seiner Kirche wird zum Umschlagplatz des Textes, zweier Personen und Positionen: Der Kaufmann und der Kunde.
 
Mit dem ersten Blickwechsel beginnt die Geschichte ihrer Nicht-Begegnung. Der Kaufmann weiß nicht, was der Käufer will. Und der Käufer weiß nicht, was der Kaufmann hat. Wie zwei Raubtiere umkreisen sie sich und feilschen um Wünsche und Bedürfnisse, sie heucheln und kämpfen in bösen, monologischen Redeschlachten.
 
Koltès findet ein Bild für den geheimen Mangel und die einsame Abhängigkeit des Menschen. Ist doch jeder Handel nur eine schale Entschädigung für den seelischen Austausch. Dem strömenden Geben und Nehmen, wie es in der Liebe möglich ist, gilt die Suche der beiden, bis der Diskurs zu Ende ist und die Sprache an ihre Grenzen kommt.
 
"Ich glaube, dass die einzige Moral, die uns bleibt, die Moral der Schönheit ist. Und es bleibt uns eben nur noch die Schönheit der Sprache, die Schönheit als solches. Ohne die Schönheit wäre das Leben nicht wert, gelebt zu werden. Also, schützen wir diese Schönheit, bewahren wir diese Schönheit, selbst wenn es manchmal vorkommt, dass sie nicht moralisch ist."
(Bernard-Marie Koltès)
 
Diesem Stück - von unglaublicher Dichte, sprachlicher Vielfalt und starken Bildern geprägt - gehen die beiden Schauspieler J. Deuticke und M. Creutzer in einer theatralen Recherche und einer Annäherung an einen ungewöhnlichen Ort auf die Spur.

PRESSE

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THEATER K

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