Sa., 07. Mai

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Tuchwerk

Dieser Eine

Eine multimediale Inszenierung aus Schauspiel, Musik und Videoprojektionen nach einer Erzählung von Walter Bauer.

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Dieser Eine

ZEIT & ORT

07. Mai, 20:00

Tuchwerk, Strüverweg 116, 52070 Aachen

Über diese Veranstaltung:

DIESER EINE von Walter Bauer

Er wurde ausgesucht, dann kam der Befehl, dann seine Tat. Er konnte nicht anders, als es als seine Tat zu begreifen. Und alles, was danach passierte, setzte er in Beziehung zu diesem einen Tag, noch Jahre nach dem Krieg, in den er -so fühlte er es- hineingeraten war. In einem langsamen Gang der Gedanken entblättern sich Zusammenhänge von Schuld, Verantwortung, Gedenken und münden in einem Versuch der Wiedergutmachung.

Wenn man lebendig ist, wird alles, was man berührt, lebendig.“ Walter Bauer

Die frühen Schriften des kritisch-humanistischen Schriftsteller Walter Bauer wurden von den Nationalsozialisten als unerwünscht eingestuft und nicht mehr gedruckt. Nach Kriegsbeginn wurde er als Wehrmachtssoldat eingezogen, kämpfte bis Kriegsende in Frankreich, Russland, Griechenland und Italien, wo er in Gefangenschaft geriet.

In seinem autobiografischen Roman "Besser zu zweit als allein" läßt er den den Kriegsheimkehrer Scherer sagen: "Ich will nicht mehr schwindeln, ich will nichts mehr sagen, was ich nicht für wahr halte. Ich kann Kindern nichts mehr vormachen....Und dann die Kollegen. Es sind dieselben. Dieselben werden es sein, und nun werden sie das Gegenteil von dem reden, was sie gepredigt haben. Ich habe das alles zu lange mitgemacht - sechs Jahre - und vorher. Aber jetzt? Nein.“

In der Traueranzeige des Merlin-Verlages zum Tode Walter Bauers steht: "Er hatte den Deutschen viel zu sagen und sagte es; aber er sprach leise und wurde nicht gehört in einer Zeit, wo die Lautstärke schon als Botschaft gilt.“

In einer multimedialen Inszenierung aus Schauspiel, Musik und Projektionen expressiver Bilderfolgen wird die eindrückliche Erzählung Walter Bauers nicht nur zu einer Einladung zum Nacherleben eines Schicksals in Kriegs- und Nachkriegszeiten, sondern auch zu einer Aufforderung an uns Gegenwärtige, zu hinterfragen, nicht stillzuschweigen und nie wieder mit den Falschen mitzulaufen.

Schauspiel: Annette Schmidt, Beate Lohse, Jochen Deuticke und Statisten (N.N.)

Videoprojektionen und Zeichnungen: Loni Liebermann

Musik und Kompositionen: Uwe Böttcher (Kontrabass, Bratsche), Sasan Azodi (Gitarre, Effekte)

Mit freundlicher Erlaubnis von Jürgen Jankofsky, Nachlassverwalter Walter Bauers

Premiere: Sa. 07. Mai 2022 20 Uhr

Am 7. Mai 1945 wurde der vertrag zur bedingungslosen Kapitulation aller deutschen Streitkräfte unterzeichnet. 

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